Über mich

Kirstin Gericke Bereits als Kindergärtnerin beeindruckte mich die Kraft einer einzelnen Kerze, um Anfang und Ende von Ritualen und eine Atmosphäre der Ruhe und Gemütlichkeit zu kreieren. Später zog ich aufs Land, in eine Welt, die anfänglich ohne Strom auskam - und merkte, wie sich nachts unsere Welt veränderte. Sobald Abends Feuer und Kerzen angingen, wurden wir behutsamer, als würde das lebendige Licht uns vom Alltag befreien und mit höherem Bewusstsein ruhiges und klares Denken ermöglichen. Alles, was tagsüber noch hässlich schien, verwandelte sich nachts in empfindsame Schönheit.

Schon bald wurden auch andere Menschen von meiner Freude, unseren Hof auszuleuchten, angezogen. Ich gewann zunehmend Geschick, Stimmungen und Gefühle mit Hilfe von Kerzen und Lichtobjekten zu erzeugen - herzliche, feierliche, verspielte oder edle Atmosphären. Und immer wieder erhielt ich Rückmeldungen, wie sehr das Licht die Kraft hat, unsere Seele zu berühren.

So wurde mein Blick fürs Licht größer. Ich nahm plötzlich einsame Bäume wahr, die nach Ausleuchtung zu schreien schienen. Ich begann bei Freunden Feste auszuleuchten. Schließlich steckte mein Enthusiasmus mein ganzes Dorf an und wir tauchten ganz Friedrichsaue in Licht.

Nun ist das Licht meine Arbeit geworden und ich darf beobachten, wie Menschen in meinen Lichterspiralen ihren eigenen Rhythmus finden und beinahe mühelos in Meditationen verfallen. Ich darf helfen, Zauberwelten zu erschaffen, in denen selbst die überzeugtesten Realisten sich über Feen kaum wundern würden. Und ich darf immer wieder beiwohnen, wie Menschen aller Altersgruppen Berührung von innen erfahren.